2. Sitzung der AG Beitrag von Speichertechnologien

09.12.2014 / Autor: Team Energiedialog / Kategorie: Arbeitsgruppe 2:
Beitrag von Speicher­technologien

Kommentare:

Lisa Müller, 03.01.2015 12:33:
Dann ist ja alles klar: im Jahr 2021 in Bayern 50% des Stroms aus EE, im Jahr 2050 in D 80%, vor allem durch Zubau von Solar- und Windstrom. Die Graphiken der täglichen Produktion von Solar-, Windstrom und deren Summe sehen aus wie Rauschprozesse( Quelle: Fraunhofer ISE ), diese Quellen sind ja auch Rauschprozesse! Am 31.3.2013 aus Wind + Solar 580 GWh, am 16.1.2013 ganze 22 GWh, vom 11. bis 17. Januar 2013 an keinem Tag 50 GWh, nur als Zahlenbeispiele. Daher ist bei weiterem Zubau die Speicherung so dringend notwendig.
Die PSW sind viel zu wenige und nur auf bis zu 7 Stunden Stromentnahme ausgelegt. Batterietechnologie scheidet aus: Die Kosten dafür von optimistischen 5 ct/kWh sind für Industrieverbrauch zu hoch bei Vergleich mit ausländischen Konkurrenten der Exportwirtschaft. Wie viel Batteriespeicher hätte man für die Flaute vom 11. bis 17. Januar 2013 bei geplantem Ausbau der EE gebraucht?
Daher wären die Kosten für LOHC-Speicherung interessant.
Die derzeitigen Kosten von ca. 12 ct/kWh für Solarstrom sind für Großverbraucher zu hoch, - 12 ct beträgt die Vergütung für Solarstrom aus neuen Dachinstallationen, wobei der Neuzubau sich derzeit jährlich halbiert!
Es gibt noch viel zu tun bis zum Jahr 2021 bzw. 2050.
Christian Billig, 25.12.2014 09:06:
Zitat Fr.Aigner: Die Frage nach PSW stellt sich in ganz Bayern nicht eigentlich in ganz Deutschland nicht:
-beim Bau von PSW gibt es massive Eingriffe in sensible Natur (hoher Flächenverbrauch: siehe Vortrag AG2), müßte da nicht eher auf modernere Speichertechnologie gesetzt werden, bei denen das Nutzen-/Aufwandsverhältnis deutlich besser ist
-die Akzeptanz in der Bevölkerung ist bei keiner der aktuellen Planungen gegeben, müßten da nicht wesentlich genauere Gesetze erstellt werden, wie Abstand zu Siedlungen oder Naturschutzgebiete usw… um z.B. gesundheitsgefährdende Emmisionen oder auch Infraschall klarer zu regeln, ähnlich wie dies für Stromtrassen oder Windräder 10H jetzt der Fall ist
-stehen PSW als Kurzzeitspeicher nicht eher sogar in Konkurrenz zu Langzeitspeicher wie PtG und LOHC, die für die Energiewende wohl deutlich wichtiger sind um „Dunkelflauten“ zu überbrücken
-sind für Netzdienstleistung / Netzstabilität neue PSW nötig oder reichen die vorhandenen und sind für diese Aufgabe nicht auch neue Speichertechnologien wie Batteriespeicher nicht wesentlich besser geeignet
-ist es nicht wichtiger erst den Anteil an EE zu erhöhen, und dann in ca.20 Jahren auf moderne Speichertechnologien zu setzen (siehe Ergebnisse aktuelle Studien)
-ist es nicht besser Speicher direkt bei der Erzeugung der volatilen EE zu erbauen, damit der Netzausbau nicht noch weiter belastet wird