2. Sitzung der Plattform Energie Bayern (AG2)

19.12.2014 / Autor: Team Energiedialog / Kategorie: Arbeitsgruppe 2:
Beitrag von Speicher­technologien

Kommentare:

Helmuth Coqui, 14.01.2015 19:51:
Prof. Sinn berechnet, wie viele PSW mittlerer Größe nötig wären, um den in 2013 geernteten Windstrom auf seinen Mittelwert (5,35 GW) zu glätten. Ergebnis 6500 Speicherkraftwerke.
Gegeben das gesetzte Ziel (Glättung des Zappelstromstrom) : Resultat völlig zutreffend.
Allerdings hat sich diese Berechnung nun im "Energiedialog" verselbständig und wird mit Namensnennung (Prof. Sinn) mißbraucht.
Das ist irreführend.

Im wirklichen Leben der Stromwirtschaft geht es nämlich keineswegs darum, den Beitrag des Windstrom oder den PV Strom auf eine jährlich konstante Menge zu glätten, sondern darum in jeder Sekunde die Stromerzeugung dem Stromverbrauch anzupassen (Tag/Nacht, Werktag/ Feiertag etc.).
Diese Aufgabe ist unabhängig davon, ob der Strom überwiegend in KKWs wie in Frankreich erzeugt wird oder zum Großteil durch gut steuerbare Kraftwerke (Wasser, Gas, Kohle etc.) wie bisher in Deutschland.
Deshalb hat Frankreich eine große Zahl von PSW mit großem Höhenunterschied in den französischen Alpen im Gleichklang mit dem Ausbau der KKW gebaut.
Deshalb kauft Österreich bayerischen KKW Strom in der Nacht und verkauft den Strom mit hohem Gewinn am Tag an Bayern zurück.
Deshalb ist die Idee, überschüssigen Windstrom aus dem Norden in großen Mengen nach Bayern zu "transportieren" zwar an trüben Wintertagen, aber nicht an sonnigen Sonntagen überzeugend.
Franz Wagner, 23.12.2014 17:44:
Es ist ja kaum Nachvollziehbar, zum Statement „Energie Sparen“ wird als Schlagwort „wärmstens“ der Vollwärmeschutz forciert. „Kopfschüttel“ bei so viel Energienaivität.
Kosten ca. 100€/m² und Nachhaltigkeit gleich Null – nach 10 Jahren Vollsanierung wegen Schimmelbildung: Wo liegt hier der Vorteil?
Dazu ein Beispiel:
http://www.konrad-fischer-info.de/7fehrtab.htm
(Ein sehr interessantes Ergebnis zur Energieverbrauchsanalyse steuert auch Prof. Fehrenberg aus Hildesheim bei. Es wurden die Heizkosten dreier gleichartiger und großer Wohngebäude ab dem Jahre 1976 miteinander verglichen, die Heizkosten verliefen fast völlig synchron. Dann wurde im Jahre 1988 ein Haus mit einem WDV-System versehen (4 cm Polystyrol + 1 cm Verblender). Was war der energetische Erfolg? Die Heizkosten verliefen weiterhin synchron, damit aber war die energetische Aufrüstung mit Dämmstoff zwecklos. Die ausgesperrte Solarenergie machte alles zunichte. Vor allem aber wurden durch diese ”energetische Sanierung” die Feuchteverhältnisse der Außenhülle verschlechtert. Die Dämmstoffe sammeln infolge dampfdichterer Außenputze Tauwasser an und durchfeuchten die Konstruktion – Feuchthäuser sind die Folge.
Zudem entsprechen Styropor gedämmte Fassaden nicht mehr den einschlägigen DIN-Normen für Baustoffe mit brandhemmender Wirkung. Ganz im Gegenteil diese Dämmstoffe sind eher als Brandbeschleuniger einzustufen.
Bernhard Liesenkötter, 20.12.2014 22:53:
Die knappe Formulierung der Zwischenergebnisse vom 19.12.14 in Form von Schlagworten ohne weitere Erläuterung macht eine Kommentierung schwierig.
Trotzdem ein erster Versuch:

zu AG 1 (S. 4) bei "Bereich" / "Erkenntnis": "in Medien verzerrte Information": Diese Bemerkung gilt offenkundig für alle Bereiche der Energiewende; es sollte überlegt werden, ob eine organisierte Schulung(Nachhilfe) von Journalisten im Bereich der Naturwissenschaften hilfreich wäre.

Zu AG 2 (S.7)Technologie: die Entwicklung von unterirdischen Pumpspeichersystemen darf nicht vergessen werden (z.B. Felsenzylinder statt Speicherseen an der Oberfläche).

Zu AG 4 (S.13) "Bewertungskriterien": der "Gesundheitsaspekt" darf nur dann eine nennenswerte Gewichtung erhalten, falls negative Gesundheitseinwirkungen tatsächlich nachweisbar sind(z.B. Ozon) und nicht nur behauptet werden.