2. Sitzung der Plattform Energie Bayern (AG1)

19.12.2014 / Autor: Team Energiedialog / Kategorie: Arbeitsgruppe 1:
Energie sparen und Effizienz steigern

Kommentare:

Werner Gugetzer, 06.01.2015 19:23:
@Guido Eberle
Die Antwort ist einfach.
Der Energieverbrauch teilt sich auf, in
Bürger,Betriebe,Behörden grob jeweil 30:30:30 Prozent.
Wir sollen bis 80 Prozent Primärenergie einsparen !
Wer kontrolliert also wen ?
Der Energielieferant den Bürger,
Der Energiekoordinator den Inhaber.
Der Klimaschutzmanager seinen Amtschef.
Verbrauch alt Minus Verbauch Neu
Wer im Minus liegt wird zur Kasse gebeten.

Gute Frage: Wie bringen wir China bei, effiziente Geräte in der Weltwerkstatt zu bauen ? Indem wir sie wieder selber herstellen.
Warum liefern also deutsche Autobauer Autos mit 14 Liter Spritt ins Ausland. Weil man dort mit Klimawandel nichts verbindet. Siehe Lima. Premium nicht Masse fürs Volk.
Stellen Sie auch die Frage.
Wo ordnen Sie die Begriffe: Egoismus,Ehrgeiz,Prestige,Bequem,Komfort,Neugierde ein ?
Es gibt kein Stand-by Gerät. Für die Installation ist immer der Besitzer verantwortlich. Aufstehen-Schalten-Setzen-Sehen-Aufstehen-Schalten-Setzen-Aufstehen-Umschalten-Setzen.
Mann ist die Fernbedienung bequem. Das ist die Antwort

wird fortgesetzt
Guido Eberle, 05.01.2015 08:32:
Des Weiteren würde ich mir wünschen, dass bei dem angesprochenen Punkt der zu langen Amortisationszeiten für energetische Maßnahmen in Unternehmen von Seiten der Regierung Überzeugungsarbeit zu leisten ist.
Bayern wurde auch nicht in drei Jahren zu dem gemacht was es heute ist!

Wie solch eine Überzeugungsarbeit aussehen sollte kann ich auch nicht sicher sagen, meine Erfahrung ist jedoch, dass Unternehmer (Inhaber) eher mal bereit sind längerfristig zu investieren als Angestellte die auf Ihre Zielerfüllung arbeiten und entsprechen nach Ihren eigenen Profiten orientiert sind.
Für mich stecken im Bereich der Unternehmen mit die größten Einsparpotenziale, wir können uns vermutlich alle gar nicht vorstellen was für elektrische Anlagenteile noch in irgendwelchen Kellern verborgen liegen.
Lüftungsanlagen ohne Drehzahlregelung
Aufzugsanlagen ohne Gegenstrombremsung
Mechanisch gedrosselte Pumpen
u.v.m.
Guido Eberle, 05.01.2015 08:32:
Mir fehlt an dem Zwischenbericht ein ganz wichtiger Punkt,
wie schaffen wir es, dass die Hersteller von Elektrogeräten daran arbeiten, dass ein effizientes Gerät hergestellt wird?
Oder, was muss die Regierung machen, dass die Hersteller entsprechend motiviert werden können?

Muss ein Fernseher einen Standby Verbrauch von 110W haben?
Muss ein Kühlschrank eine Türöffnung von 1,2m haben?
Muss ein Netzteil eines Laptop 45°C warm werden?
Warum hat mein ganz neuer DVD Player keinen AUS-Schalter?
Warum braucht eine hocheffiziente Heizungspumpe mit max. 105W Leistung 35W im Stillstand?
u.v.m.
Franz Wagner, 21.12.2014 11:04:
Der Zwischenbericht der 2. Sitzung beeindruckt mit Schlagwörtern ohne etwas auszusagen.
Leider wurde die Frage erst überhaupt nicht gestellt:
Was können die öffentlichen Haushalte, angefangen bei den Kommunen bis hin zum Bundeshaushalt tun, um die öffentlichen Gebäude nach den EnEv – Richtlinien energieeffizient zu sanieren?
Jedoch bitte nicht mit Styroporplatten an den Fassaden, dies ist nämlich ein neues Beispiel, wie man die Energiewende gezielt in Verruf bringt.
Der Energieverlust bei nicht gedämmten Fassaden ist wesentlich geringer, als es uns die „Styroporlobbyisten“ vor gegaukelt hatten. Leider ist auch die Politik wohl mangels Fachkenntnis darauf hereingefallen, und hat der „Styroporlobby“ mit der gesetzlichen Festschreibung einen lukrativen „Bärendienst“ erwiesen, der zur Vermeidung von CO2-Emmissionen bilanziell eher negativ wirkt.
Es sieht grundsätzlich danach aus, als wolle man die bisherigen Erfolge bei der Energiewende mit nichtssagenden Aktionismus und falschen politischen Entscheidungen in der Bevölkerung in Misskredit bringen, um vielleicht dann 2023 behaupten zu können, die Energiewende hat nicht funktioniert, deshalb können wir die AKW´s nicht stilllegen – vielleicht sogar werden dann Neue gebaut. Die jüngsten Beispiele wie Trassen- Kohlekraftwerksbau, Reduzierung der EEG-Vergütungen und die 10H-Regleung deuten jedenfalls darauf hin.