2. Sitzung der AG Erneuerbare Energien

09.12.2014 / Autor: Team Energiedialog / Kategorie: Arbeitsgruppe 3: Ausbaupotenziale der erneuerbaren Energien

Kommentare:

Konrad Wolf, 09.01.2015 15:44:
Es gibt mittlerweile eine Reihe von Beispielen die zeigen, dass die versprochenen Gewinne für die Bürger in Bayern nicht realisierbar sind. Ich möchte hier das aktuellste Beispiel nennen:

2013 wurde in Zöschingen der größte Bürgerwindpark Bayerns eingeweiht. Landwirtschaftsminister Brunner bezeichnete den Windpark als ein Leuchtturmprojekt . „So einen großen Bürgerkomplex haben wir noch nirgends. Man muss aus Betroffenen Beteiligte machen..." Inzwischen sind aus den Beteiligten Betroffene geworden! Denn die erwarteten Gewinne stellen sich nicht ein. Statt der prognostizierten 4.850.000 kWh pro Windrad wurden in den letzten 12 Monaten nur 3.666.000 kWh geerntet (nur 1527 Volllaststunden pro Jahr und damit weit unter den prognostizierten 2020). Dies hat ernste Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg des Windparks.


Die Raiffeisenbanken Aschberg eG, Bissingen eG und die Raiffeisen-Volksbank Dillingen eG initiierten die Windkraft Dillinger Land eG, welche drei der acht Windkraftanlagen betreibt. Für diese drei Anlagen summiert sich nach Berechnung dieser Banken der Minderertrag in den ersten 18 Monaten (Mai 2013 – Oktober 2014) auf 539.493.- Euro.
Vom Jahresertrag in Höhe von ~350.000.- Euro pro Windrad gehen ab:
die Abschreibung 250.000.- Euro (4 Mio/16 Jahre)
die Betriebskosten von ~120.000.- Euro (Quelle)
die Bankzinsen von durchschnittlich 40.000.- Euro (15 Jahre)
Die Einnahmen reichen nicht aus, einen Gewinn zu erzielen.
Franz Wagner, 19.12.2014 16:07:
„Interessant“ -Im Ergebnisprotokoll der 2. Sitzung ist also Sonnenenergie vollkommen außen vor.
Die Sonne liefert pro Stunde 1000W/m². Unsere derzeitigen techn. Möglichkeiten können rund 20%, also 200W/m² in Strom umwandeln – ohne Lärm und CO2-Emmissionen.
Rund 80% davon, also 160W/m² sind mittlerweile in LIPO-Speicher speicherbar, je nach Kapazität auch für längere Zeit.
Betrachtet man die gesamten noch freien Dachflächen in Bayern kann man wohl abschätzen, welches Potential hier ungenutzt oder politisch nicht gewollt, brach liegt.
Fazit:
Vermutlich wird wohl bestimmten Lobbyisten –Schreibtischen, in Regierungsnahen Kreisen der Standort gesichert.