1. Sitzung der AG Erneuerbare Energien

26.11.2014 / Autor: Team Energiedialog / Kategorie: Arbeitsgruppe 3: Ausbaupotenziale der erneuerbaren Energien

Kommentare:

Manuela Fuchs-Begerl, 14.12.2014 20:05:
Im Bayerischen Wald wurde das größte Vorranggebiet für WKA in Bayern festgelegt. Größe 1700 Hektar! Ironischerweise gilt der Bayerische Wald als eines der windärmsten Gebiete in BY / DE. Derzeit sind mind. 15 Anlagen in Planung. Es handelt sich um einen intakten Plenterwald der 2001 sogar mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet wurde. Das Vorranggebiet ist vollständig bewaldet und in unmittelbarer Nähe zum Nationalpark Bayerische Wald! Wie verträgt sich das denn? Unberührte Natur und Industrieanlagen? Erneuerbare Energienen sind unsinnig wenn sie genau das zerstören was man durch sie schüten möchte - die Natur und die Gesundheit der Menschen!
Ab gesehen davon sollen wir unsere einzigartige Natur zerstören und in der übrigen Welt werden munter weiter AKW´s gebaut. Ein Bsp. In Temelin (CZ) wurden nun 2 neue Reaktoren genehmigt (Luftlinie nur 85km zum Vorranggebiet) Wo ist da der Sinn?
Eine Abkehr von rein ideologischen Ausbauplänen ist längst überfällig! Die bayerischen WKA sind nicht rentabel (windschwache Gebiete), verwüsten den ländlichen Natur- und Kulturraum und haben keinerlei positiven Effekt auf das Klima!(Waldrodung) Wir fordern daher ein sofortiges Moratorium für den weiteren Ausbau von WKA in Bayern. Die Fortsetzung dieser Energiewende ist grob farlässig!
Wolfgang Leideck, 11.12.2014 11:18:
Fortsetzung:

In Lima findet in diesen Tagen die Umweltkonferenz statt und eine Kernaussage dieser Konferenz lautet: dass die Welt und damit alle Nationen aufgefordert werden sich verstärkt für den Klimaschutz einzusetzen. Soweit spricht nichts dagegen, dass WKA aufgestellt werden - die sind ja schließlich CO² Neutral (glauben zumindest die Befürworter). Aber die Konferenz fordert auch etwas ein: ALLE NATIONEN MÜSSEN IHREN BEITRAG LEISTEN UND MEHR WALDFLÄCHEN GENERIEREN!!!

Meine Forderung bzw. Überlegung geht dahin gehend, dass sich eine Art WKA-Anlagen-Zentrum bildet - oder gegründet wird. In diesem Zentrum laufen alle Anträge oder Planungen zusammen. Hier wird entschieden ob ein WKA gebaut werden darf oder nicht. Unabhängig und komplett Neutral. Hier soll auch entschieden werden, ob es eine Möglichkeit gibt, mehrere Projekte an einem größeren (geeigneten Standort) zu realisieren. Das ganze wird aus Spendengelder und Subventionen aus der Bevölkerung finanziert. Jeder der sich an diesem Zentrum beteiligt, wird in gleichen Anteilen auch an den Erträgen beteiligt.

Diese Idee sorgt dafür, dass mit diesem Wildwuchs und unkoordinierten Einpflanzungen (Spargelwuchs) ein Ende gemacht wird. Wir schonen damit unsere WICHTIGE Natur.
Wolfgang Leideck, 11.12.2014 11:17:
Bei allem Respekt aller Beteiligten - es wird nichts "neues" Diskutiert. Das sind alles Informationen die schon lange vorliegen. Wir können uns immer wieder die gleichen Fragen stellen und werden immer wieder die gleichen Antworten bekommen.

Die Pro-Seite hat ihre Argumente und Sprecher dafür und die Contra-Seite hat ihre Argumente und Sprecher dagegen.

Ganz klar ist doch folgendes: Wir, die BRD, werden die Umstellung von ATOM und KOHLE auf SONNE und WIND nicht bis zum Jahr 2022 schaffen. Nicht weil wir nicht wollen, sondern weil wir auch die MIttel nicht zur Verfügung haben und uns nicht im Klaren darüber sind, welche Auswirkungen die Umstellung auf unsere Wirtschaft, Gesundheit, Natur und Technologie mit sich bringt.Das ist das Erste. Das zweite ist, der durch EE erzeugte Strom reicht (auch im Jahr 2022) bei weitem nicht aus um die Versorgungsicherheit - so wie wir es bisher gewohnt sind und brauchen - zu garantieren.

Wir sind uns auch im Klaren darüber, dass erst durch die EEG-Umlage und damit durch die Förderung einer WKA (im speziellen) eine Rentabilität einer solchen Anlage gewährleistet werden kann. Es werden Steuergelder dafür ausgegeben, dass sich private Inestiers an EE bereichern können.

Fortsetzung folgt (darf nicht so viel schreiben...)
Carola Pracht-Schäfer, 30.11.2014 21:48:
Infraschall von WKAs macht krank! Ob es nun geleugnet wird oder nicht! Inzwischen gibt es sogar schon einen Zusammenschluss aus Ärzten, die sich öffentlich für die Gesundheit unserer Bevölkerung einsetzen: Die „Ärzte für Immissionsschutz“.

Positionspapier zu Gesundheitsrisiken beim Ausbau der Erneuerbaren Energien vom 28.11.2014

Wir sind ein Arbeitskreis von Ärztinnen und Ärzten mit unterschiedlicher medizinischer Spezialisierung, aber starkem Interesse an umweltmedizinischen Fragestellungen und deren pathophysiologischen Grundlagen. Als Ärzte tragen wir unabhängig von unserer Spezialisierung eine Verantwortung für die vorbeugende Gesundheit der Bevölkerung. Es gilt, potentielle Gefahren und abwendbar gefährliche Verläufe für die Menschen rechtzeitig aufzuzeigen, um zukünftigen Schaden abzuwenden.
Dieser Verantwortung folgend, wollen wir auf bislang nur unzureichend medizinisch erforschte Zusammenhänge, die mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien zusammenhängen, aufmerksam machen.
http://aefis.de/images/Positionspapier_1.pdf
Gerd Schuster, 30.11.2014 19:00:
An Windkraftanlagen stören mich eigentlich nur die blinkenden roten Lichter. Mit dem Ausbau wird es in Bayern irgendwann keinen Nachthimmel mehr geben, der nicht rot blinkt.

Eine einfache Lösung wäre es doch, die roten Lichter nach unten abzuschatten. So werden sie weiterhin von Helikoptern und Flugzeugen gesehen. Die Bürger sehen dann nur noch maximal einen Schein, dafür aber weiterhin die Sterne am Bayrischen Himmel.
Iris Buch, 30.11.2014 17:22:
Laut meinem Energieversorger gehen neu gebaute Gaskraftwerke in Bayern nicht ans Netz, da zuviel Energie vorhanden ist.
Da stellt sich mir die Frage, wieso ein Stromkorridor (Monstertrasse) Süd-Ost-Trasse geplant wird?
Das damit die Anwohner Lebensqualität einbüßen müssen, sich die Belastung mit elektromagnetischer Strahlung erhöht und die Landschaft zerstört wird!
Rowald Krug, 29.11.2014 19:25:
Leider schaffte im Jahr vor Fukushima und dem Atomausstieg die Bürgerinitiative gegen Windkraft Schnabelwaid, dass geplante Windkraftanlagen nicht errichtet werden - obwohl der Ort Schnabelwaid im Tal der Fichtenohe von den Windanlagen im Staatsforst Kitschenrain kaum Sichtkontakt dahin hätte. Dieses Projekt sollte durchgeführt werden, ist gerade dort effektiv. Windräder empfinde ich elegant und grazil wie Schmuckräder in Hausgärten.

Stromtrassen vernichten Wälder und zerstören unser Naturerlebnis. Deshalb Leitungen unter die Erde.
Martin Förster, 29.11.2014 11:48:
Ohne E-einsparung oder -Speicherung wird der stetige Ausbau reg. E. in eine Sackgasse führen. Eine stetig wachsende Wirtschaft mit reg. E. decken zu wollen ist utopisch! Die meisten Technologien für reg. E. sind auf den Verbrauch von nicht regenerativen Ressourcen wie z.B. seltene Erden angewiesen. Daher sollte auch auf diesem Gebiet die Nachhaltigkeit oberstes Gebot haben. Forschung und Entwicklung in ressourcenschonende Technologien wie z.B. Höhenwind oder die Optimierung der vorhandenen Technologien im Hinblick auf ihre Recycling-Potentiale sollte vorangetrieben werden. Die derzeitige Entwicklung versucht die erneuerbaren Energien in den „alten“ Ansatz der zentralistischen Energieversorgung zu pressen. Daher werden regenerative Großkraftwerke errichtet, wie z.B. Offshore Windparks. Ein weiteres Manko ist, dass für die Beurteilung der Rentabilität von regenerativen Energien-Projekten ausschließlich wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen. So wird einer Offshore WA einer Onshore WA der Vorzug gegeben. Eine einseitige Betrachtung der Materie durch die „Wirtschaftsbrille“ ist kontraproduktiv für eine nachh. Entw.
Gerade der Bau von neuen Trassen wie z.B. der HGÜ Süd-Ost gefährdet die geplante E-Wende. Denn durch die innereuropäische Vernetzung werden Innovationen im Hinblick auf die Erz. reg. E. ausgebremst. Die E-Wende würde sich durch die unbegrenzte Bereitstellung ausländischer Kohle- und Kern-E zu einer „Pseudo-Wende“ entwickeln.
Reinhard Jürschick, 29.11.2014 11:09:
Das Landratsamt Ostallgäu genehmigt 3 WKAs, verweigert dem Bund Naturschutz in Bayern die Anhörung in Bezug auf das artenschutzrechtliche Gutachten.
3 gutachterliche Stellungnahmen des Max-Plank-Institutes für Ornithologie und ein nicht kartierter Raubvogelhorst werden nicht zur Kenntnis genommen.
Wolfgang Nabers, 27.11.2014 19:45:
Bei diesem vorläufigem Protokoll drängt sich mir der Verdacht auf, dass es sich eher um ein Positionspapier von Lobbyisten aus der Windkraft- und Biogasbranche handelt. So wird es sicher keinen Dialog geben und das Energiewendegemurkse geht weiter. Schade!