2. Sitzung der AG Versorgungs­sicherheit

Kommentare:

Renate Kuehnel, 13.01.2015 02:50:
Aber nicht nur Tschechien plant aufgrund der versprochenen Trassen den Ausbau seiner AKW´s, Polen und Rumänien planen ebenfalls je 2 AKW´s, zu bauen, außerdem investiert Moskau in den Ausbau des ungarischen AKWs, Paks, die Kapazität soll dort verdoppelt werden.
Bulgarien erhält die technische Ausstattung am neuen Meiler des AKW Kosloduj vom amerikanischen Unternehmen Westinghouse.
Auch Finnland plant ein zusätzliches AKW zu bauen.
In der Türkei die ebenfalls an das europäische Stromnetz angeschlossen ist, wird eine russische Nuklear-Holding vier Reaktoren in Akkuyu bauen und betreiben.
In den ausgebauten Leitungen wird dann dieser Atomstrom fließen, durch dieses gigantische Volumen der Leitungen werden die einzelnen Länder direkt dazu animiert diese Kraftwerke zu planen. Bei der zahlreichen Einspeisung wird der Strom an der Strombörse dann so billig, dass es für Deutschland viel günstiger ist an der Strombörse den Atomstrom zu kaufen, denn die eigene Stromerzeugung lohnt sich dann nicht mehr.
Ohne die deutschen Stromseen wüssten diese künftigen AKW-Betreiber nicht was sie mit ihrer gesamten Produktion machen sollen, denn wenn die Anforderung im alten europäischen Netz gesättigt ist, darf keiner mehr einspeisen. – Merit Order Effekt eben
Renate Kuehnel, 13.01.2015 02:44:
Werden die Bedingungen für die Gaskraftwerke nicht geändert ist meiner Meinung nach die Energiewende gescheitert. Dann wird erst einmal der Ostbayernring gebaut, der Strom kommt aus Sachsen Anhalt, soll dann über Redwitz, Münchberg, Mitterteich zum Umspannwerk Ezenricht und von dort geht schon heute eine Leitung nach Tschechien, diese wird nun erweitert, ein Wink mit dem Zaunpfahl an Tschechien, denn ist die Trasse gebaut, dann kann auch Temilin seinen 2. Block bauen, denn diese neue 380kV Leitung hat ein riesiges Fassungsvermögen. Gibt man auf Google Maps Temelin, Etzenricht – Grafenrheinfeld ein, dann sieht man, dass alle 3 Orte ungefähr auf einer Linie liegen. Es kann darum sein, dass in 10 Jahren Temelin das Netz, das einmal vom AKW Grafenrheinfeld bedient wurde, übernimmt. Der deutsche Stromkunde zahlt europäische Netze, dass der Atomstrom durch die Hintertür wieder in´s Land geholt wird. Na das ist schon wieder wie bei den Schildbürgern.
Renate Kuehnel, 13.01.2015 02:40:
Der liberalisierte europäische Strommarkt, bei dem nach dem Merit Order Effekt eingespeist wird, ist mit den erneuerbaren Energien nicht kompatibel.
So benötigten die e. E. eine Sondergenehmigung um vorrangig in die europäischen Netze einspeisen zu können.
Bei Netzüberlastung müssen Redispatch Maßnahmen also Eingriffe in die Erzeugungsleistung stattfinden, die dann die Einspeisung drosseln oder erhöhen. Der durch das Drosseln verloren gegangene Strom bei den erneuerbaren Energien muss der Stromkunde bezahlen.
Es ist mir unverständlich warum nicht auch den Gaskraftwerken zusammen in Kombination mit den e. E. diese vorrangige Einspeisung gestattet wird, denn damit würde der Redispatch funktionieren, die Erneuerbaren wie Wind und PV müssten dann nicht einmal mehr abgeschaltet werden, aber Kohlekraftwerke könnten abgeschaltet werden und Deutschland würde in der Klimapolitik wieder etwas glaubhafter werden. Wenn es keine Wind und keine PV- Energie gibt springt das Gaskraftwerk ein, so kann Stromerzeugung und Stromverbrauch sich ganz leicht die Waage halten, denn die Gaskraftwerke können sich sofort den Unregelmäßigkeiten von e. E. und Verbraucher anpassen. Nur an einer Bedingung fehlt es, Gaskraftwerke müssen sich rentieren, so könnte z. B. für diesen Strom die gleiche Subvention wie für die e. E. gezahlt werden und beide können dann nur in Kombination an der Strombörse erscheinen.
Renate Kuehnel, 10.01.2015 01:43:
Forderung: Netzausbau nur mit Gil Leitungen um die Gesundheit der Bürger zu erhalten.
Siemens schreibt: GIL-Leitungen sind eine ausgereifte Alternative zu Strommasten.
Sie können hohe Leistungen auf kleinen Raum verlustarm übertragen.
Neben oder über GIL Leitungen sind kaum elektrische oder magnetische Felder messbar.
Die strengsten EU Richtlinien werden von ihnen eingehalten.
Menschen können sich oberhalb der GIL Leitungen beliebig lang aufhalten.
Jahrzehntelang ist keine Wartung erforderlich.
Sie sind in einem elektromagnetisch sensiblen Umfeld einsetzbar.
Siemens denkt schon an eine Kombination von Strom- und Datenverbindungen.
Warum wird das nicht umgesetzt?
Beide Infrastrukturnetze zusammen in einem begehbaren Tunnel neben Autobahnen, Schifffahrtskanälen oder Eisenbahnlinien verschwinden zu lassen, das wäre eine Idee, so berichtete vor längerer Zeit der Entwicklungschef für Gil-Leitungen bei Siemens.
Nachteil sind bei den GIL Leitungen die hohen Kosten, würden aber Datenverarbeitung und Strom kombiniert würde sich die Sache schon verbilligen, gegengerechnet müsste außerdem werden, das diese Leitungen jahrzehntelang wartungsfrei sind, dass Prozesse und Gerichtsverfahren die bei dem oberirdischen Netzausbau zu erwarten sind, sich stark reduzieren würden.
http://www.energy.siemens.com/hq/de/stromuebertragung/gasisolierte-uebertragungsleitungen.htm
http://www.energy.siemens.com/hq/de/stromuebertragung/gasisolierte-uebertragungsleitungen.htm
Renate Kuehnel, 10.01.2015 01:23:
Ein weiterer Punkt für die Agenda wäre, wie macht die CSU ihren treuesten Wählern in der Oberpfalz klar, dass der Bauer der für unser tägliches Brot sorgt, wenn er das Land, das unter den geplanten Trassen liegt, bearbeiten muss, tagelang in einem extrem starken elektromagnetischen Feld steht wo sich die Auswirkungen auf seine Gesundheit erst nach Jahren herausstellen wird, wenn er dann bereits auf der Bahre liegt. Man will ihn zum Versuchskaninchen machen. Herzschrittmacher, das ist heute schon sicher, das geht überhaupt nicht unter den Trassen, das stand letzthin auch in der Apothekenumschau.
Frage: ist dieser Bauer nicht genau so viel wert wie Bewohner in Ballungsgebieten?
Nun ist in München die Paulaner Brauerei nach Langwied umgesiedelt. Das hat erforderlich gemacht dass eine 380kV Wechselstrom-Höchstspannungsleitung als sogenannte GIL Leitung in der Erde verlegt wurde. Eine Gil-Leitung wird in gasisolierten Rohren unterirdisch geführt und hat kein elektrisches- und kein magnetisches Feld. Man kann sich über ihnen beliebig lang aufhalten, sie stören weder Telekommunikations- noch Flugüberwachungen. Siemens hat mit diesen Leitungen schon über 30 Jahre Erfahrung. Für mich stellt sich da die Frage: gibt es für die Politik unterschiedliche Wertigkeit nach der die deutschen Bürger eingestuft werden? Nur weil diese Leitungen 4-mal so teuer sind als oberirdische Leitungen hat man sie aus der Planung verbannt und mit ihnen kein Szenario erstellt.
Renate Kuehnel, 09.01.2015 02:29:
Der 2. Punkt auf der Agenda sollte lauten: Wie werden diese Trassen die politische Landschaft ändern? Man muss sich nur umschauen wie es heute schon ohne großen Grund überall politisch brodelt, wie ist das mit der Abspaltung Schottlands von England. Wie wäre es mit der Abspaltung Frankens von Bayern, für Franken bestimmt keine schlechte Lösung.
Denn was weiß Oberbayern in der Sache Netzausbau, was Franken nicht weiß? Die erneuerbaren Energien brauchen Speicher, Speicher und noch mal Speicher, sonst sind sie wertlos. Oberbayern kann es sich aber leisten auf das Pumpspeicherwerk am Jochberg zu verzichten.
Dann wird fast gleichzeitig auch noch die 10-H-Abstandsregelung für Windräder in Kraft gesetzt, zum Schutze Oberbayerns schöner Landschaft, ich finde das ist schon alles recht und gut, wenn dann nicht noch der größte Witz käme, die Münchner Stadtwerke, sie bauen an der Nordsee mit RWE einen riesigen Windpark und fordern dann, dass diese Stromtrassen gebaut werden, damit der an der Nordsee produzierte Strom nach München transportiert werden kann . Dabei hätten sie den Wind für ihre 40 Windräder vor der Haustür. Das ist wie bei den Schildbürgern, da wuchs ein wenig Gras auf der Stadtmauer, da kamen diese auf die Idee, dass sie eine Kuh auf die Mauer ziehen, damit sie dort das Gras frisst, obwohl unten eine wunderschöne Wiese war. Wie die Geschichte endet kennen wir ja.
Renate Kuehnel, 09.01.2015 02:28:
Bei Erläuterungen zum Gesetz
§ 263 StGB Betrug ist im Internet Folgendes zu finden: „(1) Wer beabsichtigt, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, in dem er das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird …bestraft."
Liegt bei diesem geplanten Netzausbau nicht eindeutig Betrug vor? Denn der Netzausbau ist eine europäische Planung zur Stärkung des europäischen Stromhandels und diese Pläne liegen schon sehr lange in der Schublade. Die EE dienten nur als Deckmäntelchen. Ich glaube sogar, dass sie größtenteils wieder verschwinden wenn erst einmal diese Stromseen gebaut sind.
Von allen Seiten werden nur Halbwahrheiten u. Unwahrheiten gesagt, Tatsachen werden unterdrückt, oder es werden falsche Tatsachen vorgespiegelt, was wiederum einen Irrtum erregt.
Tatsache ist, dass alle Anwesen die in der Nähe dieser Trassen stehen unverkäuflich sein werden. Teilweise haben Generationen etwas erhalten oder aufgebaut, das mit einem mal wertlos ist. Die Kinder für die es klar war, dass sie das Anwesen übernehmen, werden es sich nach dem Trassenbau anders überlegen, sie werden die Alten verlassen, die Infrastruktur in den Gegenden, bricht dann zusammen wie ein Kartenhaus. Wie hat man vor mit diesen Problemen politisch umzugehen, dieser Punkt sollte als erster auf der Agenda stehen.
Helmuth Coqui, 06.01.2015 12:54:
Der Impulsvortrag der Vernunftkraft.Bayern bezieht sich weitgehend auf einen Vortrag von Prof. Sinn zum Thema Speicher.
Prof. Sinn hat in seinem Vortrag theoretisch errechnet, wie groß ein Wasserspeicher sein müßte, wenn ein Jahr lang ständig 5,35 GWh Strom pro Stunde verbraucht würden und am Jahresanfang 8TWh in Speicher sind. In der Realität muss die Stromerzeugung genau so "zappeln" wie auch der Verbrauch "zappelt". Stromspeicher müssen in jeder Sekunde einen zappelnden Verbrauch (Tag/Nacht, Werktag/Sonntag) ausgleichen, nicht einen jährlichen Durchschnittsverbrauch. Die Sinnsche Rechnung ist - gegeben seine Annahmen - völlig zutreffend. Die Übertragung auf die reale bayerische Situation ist wenig hilfreich oder irreführend.
Franz Wagner, 19.12.2014 15:41:
Nach der Halbzeit des Energiedialoges ist nun die „Katze aus dem Sack“:

- Vertreter der Trassenbefürworter in den Arbeitsgruppen?

-Tennet hat in Bayern die Baupläne zum Trassenbau eingereicht.

- Frau Aigner wird alleine entscheiden wie es insgesamt mit der Energiewende in Bay. weitergehen soll.

- Der Klimagipfel war und ist auch in Zukunft eine teure „Kaffeefahrt“ mit mehr CO2 – Ausstoß, als jemals mit den Lippenbekenntnissen dieser Veranstaltung reduziert werden kann.

- Eon verklagt den Freistaat Bayern wegen der Einvernehmlichen Stilllegung von Isar 1.

- In Gundremmingen wird das Atomzwischenlager vermeintlich zum Endlager ertüchtigt.

- Die Fracking - Bohrlöcher dürfen ab jetzt tiefer sein als unsere Grundwasservorkommen.

- Die 10H-Regelung für WKA´s ist beschlossene Sache, dafür gibt es keine Abstandsregelung zu Braunkohlekraftwerken – nein hier werden dann ganze Ortschaften dem Erdboden gleich gemacht.

- Die Schneekanonen werden weiterhin unsere Alpen schmücken, damit die Windräder unsere Landschaft nicht „verspargeln“ – obwohl wir mittlerweile im Dezember eine Durchschnittstemperatur von +7°C haben.

Fazit:
Eine teure Alibiversanstaltung dieser Energiedialog für uns Steuerzahler die nur der Folklore dient.