Ermittlung des Netzausbaubedarfs

Wie wird der Netzausbaubedarf ermittelt und welche Projekte sind geplant?

Das Verfahren zur Bestimmung des Netzausbaubedarfs ist mehrstufig und im Energiewirtschaftsgesetz festgelegt. Die Basis bildet der sogenannte Szenariorahmen (Schritt 1), der die Bandbreite der wahrscheinlichen Einwicklung der Verbrauchs- und Erzeugungsstruktur im Rahmen der energiepolitischen Ziele der Bundesregierung abbildet. Darauf aufbauend erarbeiten die vier Übertragungsnetzbetreiber einen gemeinsamen Netzentwicklungsplan (Schritt 2), der alle erforderlichen Maßnahmen zur bedarfsgerechten Optimierung, Verstärkung und zum Ausbau des Netzes enthält, die für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb erforderlich sind. Vor der Bestätigung durch die als Genehmigungsbehörde zuständige Bundesnetzagentur überprüft diese die von den Übertragungsnetzbetreibern vorgelegten Dokumente kritisch und verlangt gegebenenfalls Änderungen. Schließlich verankert der Bundesgesetzgeber die Anfangs- und Endpunkte der erforderlichen Maßnahmen im Bundesbedarfsplangesetz (Schritt 3) und stellt damit deren energiewirtschaftliche Notwendigkeit fest. Weitere Informationen zu den einzelnen Verfahrensschritten finden Sie auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur.

Das sogenannte NOVA-Prinzip ist die Basis jeglicher Netzplanung. NOVA steht für "Netz-Optimierung vor Verstärkung vor Ausbau". Es bedeutet, dass ein Ausbau des Netzes nur in Betracht kommt, wenn alle Möglichkeiten der Optimierung und Verstärkung bestehender Leitungen ausgeschöpft sind. Die auf dieser Grundlage von der BNetzA bestätigten sowie in der Folge im Bundesbedarfsplangesetz und im Energieleitungsausbaugesetz festgelegten Leitungsmaßnahmen sind auf der Internetseite der Bundesnetzagentur einsehbar. Weitere Informationen zu den in Bayern geplanten Maßnahmen finden Sie hier.

Welche Beteiligungsmöglichkeiten gibt es für Bürger?

Im gesamten Verfahren der Bedarfsermittlung werden die einschlägigen Dokumente und Planungsunterlagen wiederholt öffentlich ausgelegt. Bürger und Träger öffentlicher Belange haben die Möglichkeit, sich zu den Planungen zu äußern. Diese Äußerungen und Einwände werden im weiteren Verfahren berücksichtigt. Informationen zu Beteiligungsmöglichkeiten in den einzelnen Verfahrensschritten sind auf den entsprechenden Internetseiten der Bundesnetzagentur und der Übertragungsnetzbetreiber zu finden.Die Bayerische Staatsregierung nimmt im Zuge der verschiedenen Verfahrensschritte regelmäßig an den öffentlichen Konsultationen mit eigenen Stellungnahmen teil.