FAQ (Häufige Fragen)

Themengebiet: Akteure des Netzausbaus und ihre Aufgaben

Was hat die Bayerische Staatsregierung für die bayerischen Bürger bezüglich des künftigen Stromnetzausbaus erreicht?

Für die Hochspannungsgleichstrom(HGÜ)-Leitungen SuedLink und SuedOst­Link hat sich die Bayerische Staatregierung, vertreten durch das Bayerische Wirtschafts- und Energieministerium, beim Bund erfolgreich dafür eingesetzt, dass Erdkabel den Vorrang vor einer Frei­lei­tungs­ausführung haben. Daher begrüßt Bayern, dass die Übertragungs­netz­be­trei­ber in ihren Planungen eine durch­gehen­de Erd­ver­ka­be­lung vorsehen.
Mehr zum Thema Erdkabel finden Sie im Menüpunkt Erdkabel. Weitere Infor­mationen zum SuedLink und SuedOstLink haben wir in unseren Projekt­steck­briefen und im Menüpunkt Notwendigkeit der HGÜ-Leitungen zusammen­gefasst.

Welche Rolle hat die Taskforce Netzausbau Bayern im Planungs­pro­zess der Stromleitungen?

2016 wurde zur weiteren Begleitung des Netzausbaus in Bayern eine Arbeits­gruppe am Bayerischen Wirtschaft- und Energieministerium eingerichtet: die Taskforce Netzausbau Bayern. Politischer Leiter ist Staatsminister Franz Josef Pschierer. Die Taskforce begleitet die weiteren Planungen kritisch und kon­struk­tiv im Sinne einer bürgerfreundlichen und landschaftsverträglichen Um­set­zung.
Weitere Informationen zu Aufgaben und Angeboten der Taskforce finden Sie im Menüpunkt Taskforce Netzausbau Bayern.

Wer hat welche Aufgaben beim Netzausbau?

Zu den wichtigsten Akteuren beim Übertragungsnetzausbau in Bayern gehören:

  • die Übertragungsnetzbetreiber als Vorhabenträger,
  • die Bundesnetzagentur bzw. die Regierungen der betroffenen Bezirke als Genehmigungs­behörde,
  • die Taskforce Netzausbau Bayern am Bayerischen Wirtschafts- und Energie­ministerium zur fachlichen und kommunikativen Begleitung des Netzausbaus in Bayern und
  • der Bürgerdialog Stromnetz, der deutschlandweit im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums über allgemeine Themen rund um den Netzausbau informiert.

Detailliertere Informationen finden Sie in unserer Übersicht der wichtigsten Akteure des Netzausbaus in Bayern.

Themengebiet: Netzausbaubedarf

Wer entscheidet, ob der Bau neuer Stromleitungen im Über­tra­gungs­netz erforderlich ist und wie erfolgt die Entscheidung?

Das Verfahren zur Bestimmung des Netzausbaubedarfs im Über­­tra­­gungs­­netz gliedert sich in drei Stufen:

  • Als erstes entwerfen die Übertragungsnetzbetreiber einen Szenario­rahmen, die Bundesnetzagentur genehmigt ihn,
  • als zweites erstellen die Übertragungsnetzbetreiber den Netz­ent­wick­l­ungs­­plan, auch dieser wird durch die Bundesnetzagentur genehmigt,
  • als drittes verankert der Bundesgesetzgeber die notwendigen Lei­tungs­maßnahmen nach umfassender Überprüfung im Bundes­bedarf­splan.

Die Öffentlichkeit kann sich an diesem Verfahren beteiligen.

Genauere Informationen dazu finden Sie im Menüpunkt Netzausbaubedarf.

Welche neuen Stromleitungen sind in Bayern geplant?

Eine Übersicht über alle geplanten Projekte im Übertragungsnetz finden Sie im Menüpunkt Projektsteckbriefe.

Brauchen wir die HGÜ-Leitungen SuedLink und SuedOstLink wirklich? Was passiert, wenn sie bis zur Abschaltung der Kernkraftwerke nicht fertig werden?

Ja, wir brauchen beide Leitungen, um je nach Erzeugungsleistung Strom­man­gel oder -überschuss zwischen Bayern und dem restlichen Deutschland, ins­be­sondere dem Norden, auszugleichen.
Detaillierte Infos zum Bedarf der beiden HGÜ-Projekte finden Sie im Menü­punkt Notwendigkeit der HGÜ-Leitungen. Hier erfahren Sie auch, wie über soge­nann­te Redispatch-Maßnahmen die Zeit zwischen Abschaltung der Kernkraft­werke und Fertigstellung der Leitungen überbrückt werden kann, aber warum dies auf Dauer keine sinnvolle Lösung ist.

Themengebiet: Trassenplanung

Ich interessiere mich für ein konkretes Leitungsprojekt (z. B. aktueller Verfahrensstand und -ablauf). Wo finde ich nähere Infos?

Schauen Sie in unsere Projektsteckbriefe. Hier haben wir Karten zu den mög­lichen Leitungsverläufen und Infos zur Notwendigkeit der jeweiligen Leitung, zum Verfahrensstand und -ablauf sowie zu Beteiligungsmöglichkeiten für Sie zusammengefasst.

Wie kann ich mich am Planungsverfahren einer Stromleitung beteiligen?

Sie können in mehreren Phasen des Planungsverfahrens Ihre eigenen Anliegen schriftlich einbringen und bei Anhörungsterminen diskutieren.
Detaillierte Informationen zu den gesetzlich vorgesehenen Beteiligungs­mög­lich­keiten finden Sie im Menüpunkt Trassenplanung.
Wenn Sie sich für Beteiligungsmöglichkeiten zu einem speziellen Leitungs­projekt interessieren, schauen Sie auch in unsere Projektsteckbriefe.
Aktuelle Veranstaltungen rund um den Netzausbau, an denen Sie teilnehmen können, finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Welche Bedeutung hat der Antrag auf Bundesfachplanung? Ist mit dem Vorschlagskorridor schon eine Entscheidung gefallen?

Nein, mit dem Antrag auf Bundesfachplanung nach § 6 Netzausbau­beschleu­nigungs­gesetz (NABEG) ist noch nichts entschieden. Der Antrag enthält ledig­lich einen Vorschlag für einen Leitungskorridor, der den Übertragungs­netz­betreibern auf Basis der bisher erfolgten Untersuchungen als am besten geeig­net erscheint. Sie müssen aber auch Alternativkorridore vorlegen.
Mehr zu Inhalt und Ablauf der Bundesfachplanung lesen Sie im Menüpunkt Trassenplanung.

Kann ich am Ende der Bundesfachplanung schon sehen, welche Grundstücke betroffen sein werden?

Nein. Der genaue, grundstücksscharfe Verlauf einer Trasse steht erst am Ende des Planfeststellungsverfahrens fest.
Mehr zu Inhalt und Ablauf des Planfeststellungsverfahrens lesen Sie im Menü­punkt Trassenplanung.

Themengebiet: Erdkabel

Werden die HGÜ-Leitungen SuedLink und SuedOstLink zu 100% als Erdkabelleitungen gebaut?

Für die beiden HGÜ-Projekt gilt aus gesetzlicher Sicht der Erdkabelvorrang. Das heißt, die Leitungen müssen vorrangig als Erdkabel verlegt werden. Nur in wenigen Ausnahmen ist nach dem Bundesbedarfsplangesetz abschnittsweise eine Freileitung denkbar, zum Beispiel wenn dies Vorteile für den Naturschutz hat oder wenn eine betroffene Gemeinde dies explizit möchte.
In ihrem Antrag auf Bundesfachplanung im Frühjahr 2017 haben die Über­tra­gungs­netzbetreiber für beide Projekte zunächst eine durchgehende Erd­ver­ka­be­lung vorgesehen. Im weiteren Verfahren wird sich zeigen, ob davon im Einzelfall abgewichen wird.
Weiterführende Infos finden Sie im Menüpunkt Erdkabel und in unseren Projektsteckbriefen.

Wie kann die Fläche oberhalb eines Erdkabels nach Fertigstellung genutzt werden?

Die Fläche kann begrünt oder landwirtschaftlich genutzt werden. Sie muss jedoch von tiefwurzelnden Pflanzen freigehalten werden.
Weitere Informationen dazu finden Sie im Menüpunkt Erdkabel.

Themengebiet: Hilfe und Auskünfte

Ich finde keine Antwort auf meine Frage. Wo bekomme ich Hilfe?

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Bayerisches Staatsministerium
für Wirtschaft, Energie und Technologie
Taskforce Netzausbau Bayern
80525 München