Vorgehen bei der Trassenplanung

Wie wird die genaue Trassenführung geplant?

Das Verfahren zur Planung von Leitungstrassen (Erdkabel oder Freileitung) ist mehrstufig und besteht grundsätzlich aus der zunächst informellen Planung der Vorhabenträger sowie den daran anschließenden formellen Schritten des Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahrens. Bei länderübergreifenden Projekten, wie z.B. den großen Hochspannung-Gleichstrom-Überertragungs-Leitungen (HGÜ-Leitungen), wird das Raumordnungs- durch das sogenannte Bundesfachplanungsverfahren in Verantwortung der Bundesnetzagentur ersetzt.

In einem ersten Schritt suchen die jeweils zuständigen Übertragungsnetzbetreiber nach geeigneten Trassenverläufen. Der für die beiden großen HGÜ-Leitungen nach Bayern zuständige Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat angekündigt, in diesen informellen Prozess die Bürgerinnen und Bürger sowie betroffene Mandatsträger eng einzubeziehen. In einem zweiten Schritt stellt der Übertragungsnetzbetreiber den Antrag auf Bundesfachplanung (entspricht Raumordnungsverfahren bei länderübergreifenden Maßnahmen) für das jeweilige Projekt, der verschiedene in Frage kommende Trassenkorridore enthält. In einem dritten Schritt wird am Ende des Bundesfachplanungsverfahrens nach Prüfung und Änderungen durch die Bundesnetzagentur ein ein Kilometer breiter Leitungskorridor festgelegt. In einem vierten Schritt wird im Planfeststellungsverfahren schließlich der konkrete Trassenverlauf festgelegt. Sobald der Planfeststellungbeschluss rechtskräftig ist, kann mit den Bauarbeiten begonnen werden.
Weitere Informationen zu den einzelnen Verfahrensschritten finden Sie bei der Bundesnetzagentur. Folgende Grafik zeigt den weiteren Verfahrensablauf für die beiden HGÜ-Leitungen SuedLink und SuedOstLink. Informationen zum konkreten Zeitplan der einzelnen Projekte können Sie auch den jeweiligen Steckbriefen entnehmen.

Welche Beteiligungsmöglichkeiten gibt es für Bürger?

Für die Öffentlichkeit bzw. betroffene Bürgerinnen und Bürger besteht die Möglichkeit, während der einzelnen Verfahrensschritte (Bundesfachplanungs- beziehungsweise Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren) zu den vorgelegten Planungen Stellung zu nehmen. Diese Einwendungen werden im weiteren Verfahren berücksichtigt. Genauere Informationen zu den jeweiligen Beteiligungsmöglichkeiten können Sie auch den Steckbriefen der einzelnen Projekte entnehmen.