Maßnahmen

Säule 1: Effiziente Verwendung von Energie

Im Zentrum der bayerischen Aktivitäten zur Reduzierung des Energiebedarfs steht die EnergieEffizienzOffensive. Aber auch bundespolitische Rahmenbedingungen, sei es die steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung oder der Elektromobilität, sind Vorausetzung für die Erreichung unserer Klimaziele. Bei der KWKG-Novelle hat Bayern umfassende Verbesserungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erreicht. Wir wollen in Bayern weitere Potenziale erschließen, die praktische Anwendung mit dem 10.000 Häuser-Programm anreizen, aber auch Bioenergie als Wärmequelle noch stärker berücksichtigen. Der Flexibilisierung von Erzeugung und Verwendung von Energie kommt bei einem steigenden Anteil volatiler Energien eine zunehmende Bedeutung zu.
Neben der nachfrageseitigen Flexibilisierung durch Förderung von Technologien wie „Smart Grid“, „Smart Metering“ oder durch Lastmanagement müssen die Rahmenbedingungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) so angepasst werden, dass die Möglichkeiten einer flexiblen Erzeugung bzw. einer verstetigten Einspeisung besser genutzt werden.

Säule 2: Nachhaltige Stromerzeugung

Der Erfolg beim Ausbau der erneuerbaren Energien wird künftig stärker an einer besseren Markt- und Systemintegration gemessen werden. Die bundespolitischen Rahmenbedingungen, die im Wesentlichen durch das EEG festgelegt werden, müssen faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den einzelnen Regionen sicherstellen. Um den Übertragungsbedarf in den Süden nicht zusätzlich zu erhöhen sowie Dezentralität und Akzeptanz der Energiewende zu erhalten, ist eine regionale Steuerung unerlässlich. Bayern legt zudem größten Wert auf Anbietervielfalt durch eine vorrangige Beteiligung von Kommunen und Bürgern.

Um die Integration von volatilen erneuerbaren Energien mittels Speicherung zu erhöhen, brauchen wir speicherfreundliche Rahmenbedingungen. Wir wollen die Speicherforschung ausweiten und die Potenziale der Elektromobilität stärker nutzen.

Eine sichere Energieversorgung wird aber auf absehbare Zeit auf konventionelle Kraftwerke angewiesen sein. Mit dem von Bayern erstrittenen neuen Reservekapazitätssegment von bis zu 2 GW in Süddeutschland und der von Bayern geforderten nationalen Erdgasreserve ist gewährleistet, dass die Versorgungssicherheit in Bayern auf internationalem Spitzenniveau auch in Zukunft erhalten bleibt.

Säule 3: Notwendiger Stromtransport

Stromtransport leistet einen wichtigen Beitrag dazu, Stromerzeugung, Stromspeicherung und Stromverbrauch in Einklang zu bringen und so eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten. Wir wollen den Ausbau auf das notwendige Maß beschränken und ihn möglichst bürgerverträglich gestalten. Mit der Einigung auf den von Bayern geforderten Erdverkabelungsvorrang im Übertragungsnetzbereich und der stärkeren Bürgerbeteiligung sind hierfür wichtige Voraussetzungen geschaffen, die jetzt schnell umgesetzt werden müssen. Zu einer effizienten Gestaltung der Rahmenbedingungen gehört aber auch, einen Systemwechsel bei der Netzplanung anzureizen, bei dem sich die Produktion stärker am Netz orientieren sollte und nicht umgekehrt.