Stromnetze

Versorgungssicherheit setzt eine leistungsfähige Netzinfrastruktur voraus, die Stromerzeugung, -speicherung und -verbrauch immer optimal miteinander verbindet und überregional in Einklang bringt.
Während die bestehende Netzinfrastruktur darauf ausgelegt war, die elektrische Energie von den nuklearen und fossilen Großkraftwerken zu den Verbrauchern zu übertragen, führt der Ausbau der erneuerbaren Energien vor allem an verbrauchsfernen Standorten zu einem zusätzlichen Übertragungsbedarf zum Beispiel von den windreichen Gebieten in Nord- und Ostdeutschland zu den großen Verbrauchszentren im Süden.

Dies erfordert einen Ausbau des Übertragungsnetzes. Daneben ist aufgrund des dezentralen Ausbaus der erneuerbaren Energien auch eine Ertüchtigung des Verteilnetzes notwendig. Es ist ein Anliegen der Bayerischen Staatsregierung, den Netzausbaubedarf auf das absolut notwendige Minimum zu begrenzen. Die Bedarfsermittlung sowie die Trassenplanung  müssen daher transparent und nachvollziehbar erfolgen und bei der Umsetzung müssen insbesondere die Interessen der Bürgerinngen und Bürger Berücksichtigung finden.

Taskforce Netzausbau

Um die Interessen der Wirtschaft sowie der Bürgerinnen und Bürger in Bayern angemessen zu wahren, hat das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie die Taskforce Netzausbau Bayern eingerichtet.

Welche Rolle spielen die Verteilnetze?

Durch den steigenden Anteil an dezentral eingespeistem Strom aus erneuerbaren Energien ändert sich auch die Rolle der Verteilnetze. Waren sie in der Vergangenheit nur für die regionale Verteilung des Stroms von den Übergabepunkten des Übertragungsnetzes in eine Richtung zu den Verbrauchern zuständig, sind inzwischen zahlreiche Erzeugungsanlagen auch auf der Verteilnetzebene angeschlossen, die zu Rückspeisungen bis hin zum Übertragungsnetz führt.

Den dadurch entstehenden Herausforderungen für die Systemstabilität kann z.B. mit der Installation intelligenter Betriebsmittel im Verteilnetz oder der aktiven Steuerung von Verbrauchs- und Erzeugungseinheiten begegnet werden. Grundlage dafür stellt die intelligente Verknüpfung aller Akteure des Versorgungssystems im sogenannten Smart Grid dar. Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie unterstützt hierfür unter anderem das Forschungsprojekt Smart Grid Solar, bei dem die optimierte Netzintegration erneuerbarer Energien kombiniert mit innovativen Speicherlösungen untersucht wird.