Sonnenkraft für Strom

Günstige solare Strahlungsverhältnisse führen dazu, dass Bayern bundesweit auf Platz 1 beim Einsatz von Photovoltaik steht. Ende 2012 entfielen knapp 10.000 MW beziehungsweise fast 40 Prozent der in Deutschland installierten Solarstromgesamtleistung auf Bayern. Dabei lieferte Photovoltaik mit knapp 20 Prozent, den zweitgrößten Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. An erster Stelle rangierte die Wasserkraft mit gut 52 Prozent. Das theoretische Potenzial der Photovoltaik ist sogar noch um ein Vielfaches höher.

Dieses Potenzial will Bayern erschließen und geht mit gutem Beispiel voran: Der Ministerrat hat am 06. November 2012 beschlossen, die Dächer der rund 8.000 Gebäude des Freistaates auf ihre Eignung für die Errichtung von Photovoltaikanlagen zu prüfen. Die Nutzung dieser Flächen bietet noch großes Potenzial. Bislang sind auf etwa 150 staatlichen Dächern Photovoltaikanlagen installiert. Die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY) wird die in Frage kommenden Flächen vermarkten. Dies ist ein Beitrag, um das im Bayerischen Energiekonzept formulierte Ziel zu erreichen, bis zum Jahr 2021 die Hälfte der Stromversorgung durch erneuerbare Energien zu decken. Photovoltaik hat dabei einen Anteil von rund 16 Prozent.

 

Der verstärkte Ausbau erneuerbarer Energien muss jedoch für die Volkswirtschaft und den Einzelnen bezahlbar bleiben. In welchem Umfang und wie schnell zusätzliches Nutzungspotenzial in diesem Bereich erschlossen werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehört die künftig wesentlich stromnetzverträglichere und stromlastgerechtere Einspeisung der im Tagesverlauf sehr stark schwankenden Solarstromerzeugung.