Sonnenkraft für Wärme

Solarthermie und Umgebungswärme 

Keine andere regenerative Energie ist auf der Welt so reichlich und kostengünstig vorhanden wie die Sonnenstrahlen.

Bayern verfügt im deutschlandweiten Vergleich über überdurchschnittlich hohe solare Einstrahlwerte und überwiegend gut geeignete Bodenstrukturen zur Erdwärmenutzung (oberflächennahe Geothermie). Diese Ressourcen lassen sich in großem Umfang mit Solarkollektoren und Wärmepumpen zur Brauchwassererwärmung und Gebäudeheizung nutzen.

Wie funktioniert Solarthermie?

Solarthermie funktioniert durch solartechnischen Anlagen. Diese bestehen aus einem Sonnenkollektor, einer Regeleinheit mit Pumpen und einem Warmwasserspeicher. Immer neue Technologien erlauben es, Sonnenenergie zu speichern, die Heizkosten während des gesamten Jahres zu senken und mehrere Gebäude zu versorgen. Industrieunternehmen verwenden thermische Solaranlagen auch zur effizienten Erzeugung von Prozesswärme. Derzeit werden erste solarthermische Kraftwerke getestet. Sie haben das Potenzial, langfristig herkömmliche Kraftwerke zu ersetzen.

Knapp ein Drittel der deutschen Solarkollektorfläche ist in Bayern installiert. 2017 konnten rund 2,67 TWh an Wärme aus Solarthermie gewonnen werden. In Neubauten kommen solche Anlagen - auch durch die ordnungsrechtlichen Vorgaben im Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und in der Energieeinsparverordnung - bereits häufiger zum Einsatz. Bei Bestandsgebäuden werden sie jedoch bislang nur im begrenzten Umfang genutzt. Das realisierte Potenzial der Dachflächen-Nutzung für Solarthermie liegt in Bayern bei etwa 5 %. Dieses Potential gilt es, verstärkt zu nutzen. Derzeit sind in Bayern etwa 135.000 Wärmepumpen installiert (Schätzwert).