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Erläuterungen zum Spiel

Acht Bildpaare müssen gefunden werden. Werden zwei passende Bilder angeklickt, dann erscheint ein Screen mit Fakten zum Thema.

Bildpaar Rinder: Gülle als Biogassubstrat  

Mit der Gülle von 1 Rind mit ca. 600 kg Lebendmasse können 300-400 m3N Biogas pro Jahr erzeugt werden. Dies hat einen Energiegehalt von etwa 180 -240 l Heizöl

Mit Biogas aus der Gülle von 10 Kühen können 1-2  Vier-Personen-Haushalte mit Wärme und Strom versorgt werden.

Bildpaar mehrere Reihen Ackerfurchen mit Jungpflanzen: Bodennahe Ausbringung

Bei bodennaher Ausbringung von Gärrest mit Schleppschläuchen oder Schleppschuhen wird der Biogasgärrest in Streifen direkt auf dem Boden abgelegt.Es geht weniger Ammoniak (NH3) in die Luft über.Vorteile für:

  • Umwelt: geringere Belastung der Atmosphäre sowie weniger Einträge in nährstoffarme Ökosysteme
  • Bevölkerung: weniger Gestank
  • Landwirt: geringere Kosten für Mineraldünger.

Nachteil für den Landwirt: Technik teuer. Abhilfe: gemeinschaftliche Nutzung.

Bildpaar Sonnenblumen und weitere Blühpflanzen: Blühflächen

Positiv:

  • Blühflächen fördern die Biodiversität in Agrarlandschaften
  • Positive Effekte auf Wildtiere und Insekten (Nahrung, Rückzugsgebiete)
  • Wahrung der Bodenfruchtbarkeit (v. a. mehrjährige Mischungen; Erosionsminderung, Durchwurzelung, Bodenruhe)
  • Bereicherung des Landschaftsbildes

Negativ:

  • Ertragsniveau noch niedrig

Bildpaar Blockheizkraftwerk: BHKW-Energieeffizienz

BHKW ist die Abkürzung für Blockheizkraftwerk.
Es werden Gas-Otto-Motoren (GOM) oder Zündstrahl-Motoren (ZSM) eingesetzt. Beim Automobil entspricht dies Benzin- bzw. Dieselmotoren.
Der Wirkungsgrad eines BHKWs liegt zwischen 34 und 43 % elektrisch und zusätzlich 45 bis 50 % thermisch. Ein Automotor hat bezogen auf den Antrieb einen Wirkungsgrad von lediglich 25 %.
Mit einem 150 kW BHKW-Motor können rund 498.000 kWh Strom und 622.500 kWh Wärme pro Jahr erzeugt werden. Der durchschnittliche Strom- bzw. Wärmeverbrauch einer 4-köpfigen Familie beträgt 4.000 bzw. 4.500 kWh pro Jahr.

Bildpaar ein im Bau befindlicher Biogasspeicher: Biogasanlagen in Bayern

Biogasanlagen gibt es schon sehr lange in Bayern. Die meisten der heute ca. 2.400 Anlagen sind ab 2000 nach der Einführung des sog. Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) entstanden.Die elektrische Gesamtleistung der Biogasanlagen beträgt 670 Megawatt, etwa die Hälfte eines Atomkraftwerks, wodurch 6 % des bayerischen Brutto-Stromverbedarfs erzeugt wird.Neben Strom entsteht in Biogasanlagen Wärme, die genutzt wird für die Beheizung von Wohnungen, Ställen, Fabriken und öffentlichen Einrichtungen.Bild: Einen mit Holz verkleideten Biogasspeicher Klimabilanz von Biogas Mit Biogasstrom lassen sich Treibhausgase und fossile Energieträger einsparen. Die Emissionen können allerdings von Anlage zu Anlage deutlich variieren.

Bildpaar ein mit Holz verkleideter Biogasspeicher: Auswirkung auf Treibhausgasbilanz

Positiv auf die Treibhausgasbilanz wirken:

  • Vergärung von Gülle / Mist
  • Abdeckung des Gärrestlagers und
  • bedarfsgerechte, verlustarme Gärrestausbringung.

Die Nutzung der BHKW-Wärme kann weitere fossile Energieträger ersetzen.

Biogas als speicherbarer Energieträger stellt eine hervorragende Ergänzung zur Stromgewinnung aus Photovoltaik und Wind dar.

Bildpaar Schweine: Energieeinsparung

Energieverbrauch in der Tierhaltung durch:

  • Thermische Energie: Heizanlagen in Schweine- und Geflügelställen
  • Elektrische Energie: Lüftung, Beleuchtung, Fütterung in der Schweinehaltung, Milchgewinnung und -kühlung in Milchviehbetrieben.

Ersatz fossiler Energieträger durch:

  • Solarthermische Anlagen für die Warmwasserbereitstellung
  • Wärmetauscher und Wärmerückgewinnungssysteme
  • Eigenstromnutzung in Verbindung mit einer PV-Anlage

Energieeffiziente Anlagen und der Einsatz regenerativer Energien leisten einen wesentlichen Beitrag für die Wettbewerbsfähigkeit des landwirtschaftlichen Betriebes.

Bildpaar Feld mit Mais und Getreide: Mais und andere Kulturen

Mais ist das meist eingesetzte Substrat in der Biogasproduktion.

  • Hohe Erträge
  • Gute Vergärbarkeit
  • Bekannte Produktionstechnik

Anbau weiterer klassischer landwirtschaftlicher Kulturen z.B. Getreide mit Ganzpflanzennutzung, Futterpflanzen, verschiedene Gräser:

  • Viele pflanzenbauliche Vorteile
  • Fruchtwechsel lockert Fruchtfolge auf

Nachteil: geringere Erträge als beim Mais