Pressemitteilung

 

30.11.2018

Aiwanger: "Gestiegene Benzinpreise zunehmend ein Problem für Wirtschaft und Verbraucher"
Aktuell in Bayern deutlich höhere Benzinpreise als in Norddeutschland

MÜNCHEN   Derzeit sind in Bayern die Benzinpreise deutlich höher als in Norddeutschland. Noch vor einem Jahr betrug der Unterschied zwischen München und Hamburg ein bis zwei Cent, aktuell sind es über zehn Cent. In Augsburg und Passau beträgt der Abstand sogar 15 Cent. Der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) erklärt die Preisunterschiede vor allem mit dem Niedrigwasser des Rheins und der Explosion der Raffinerie in Vohburg. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Der steigende Preis für Benzin, Diesel und Heizöl stellt zunehmend ein Problem für die bayerische Wirtschaft sowie die Privatverbraucher dar. Sicherlich ist richtig, dass das Angebot an Kraftstoffen in Bayern etwas gesunken ist. Das erklärt aber nicht den großen Preisunterschied. Die verbliebenen Raffinerien in Bayern, die noch immer den Hauptteil der in Bayern verbrauchten Kraftstoffe herstellen, erzielen derzeit sehr hohe Gewinnmargen. Dies ist für die Bürger wohl nur schwer nachvollziehbar.“ So sind auch die Benzinpreise in Österreich deutlich niedriger als in Bayern, was sich nicht nur aus der Differenz bei der unterschiedlichen Besteuerung erklären lasse.

 

Aiwanger hat erste Gespräch mit den Betreibern der Raffinerie in Vohburg mit dem Ziel angestoßen, dass diese schnellstmöglich wieder Betrieb aufnehmen kann. Um den Preisabstand zu Hamburg wieder auf das Niveau von vor einem Jahr zurückzuführen sei es zudem wichtig, dass in Bayern wieder mehr Kraftstoffe zur Verfügung stehen. Hierzu will Aiwanger ein größeres Augenmerk darauf richten, dass die Transportkapazitäten für Treibstoff und Heizöl auf Straße und Schiene innerhalb Deutschlands ausgeweitet werden.

 

„Die derzeitige Situation macht unsere Abhängigkeit von Öl und Rohstoffen aus dem Ausland mehr als deutlich. Dies zeigt, wie wichtig ein Vorantreiben der Energiewende in Bayern und Deutschland ist, um künftig weniger abhängig von importieren Energieträgern zu sein,“ so Aiwanger.

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Pressemitteilung-Nr. 191/18

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